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Computer Bild: Outdoor-Handy: Smartphones für harte Einsätze

Übersteht ein teures Outdoor-Smartphone die Wildwasser-Tour oder ist für Extrem-Einsätze ein Backstein-ähnliches Outdoor-Handy besser? COMPUTER BILD stellt die besten Outdoor-Smartphones vor.

Während ein richtiges Outdoor-Handy einen nahezu unzerstörbaren Eindruck vermittelt, verhält es sich mit den modernen Smartphone-Ablegern wie bei SUVs mit Frontantrieb: Für die meisten Anforderungen sind sie ausreichend, die großflächigen Displays sind aber ein „Knackpunkt“ im wahrsten Sinne des Wortes. In der urbanen Umgebung erfüllen beide Gerätearten ihren Zweck: Nutzer können im Sturzregen völlig entspannt sein – wer sich für total unverzichtbar hält, checkt seine E-Mails sogar folgenlos unter der Dusche. Außerdem soll es Leute geben, denen das Handy schon ins Klo geplumpst ist. Mit einem wasserdichten Gerät gehören derlei Zwischenfälle in die Kategorie „Glück im Unglück“. Dann wiederum gibt es einige Smartphones mit robuster Schale und speziellen Notfall-Funktionen, um auch Anwendung in der Industrie zu finden. COMPUTER BILD hat die unverwüstlichen Outdoor-Smartphones unter die Lupe genommen.

Was müssen Outdoor-Mobiltelefone mitbringen?

Beim Kauf eines Outdoor-Geräts sollten Sie darauf achten, dass das Telefon dem IP67-Standard entspricht und damit wasser- und staubdicht ist. IP steht für „International Protection“ beziehungsweise „Ingress Protection“. Die erste Ziffer gibt den Schutzgrad gegen Staub an, wobei 1 der niedrigste und 6 der höchste Wert ist. Die zweite Ziffer zeigt an, wie gut das Gerät gegen Wasser geschützt ist. Eine Sieben bedeutet Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen, in der höchsten Stufe 8 hält ein Produkt dauerhaft Wasser stand. Außerdem sollte das Mobiltelefon stoßfest sein und zur Orientierung im Gelände GPS bieten. Einige Geräte verfügen alternativ über GLONASS. Dabei handelt es sich, vereinfacht gesagt, um das russische Gegenstück zum US-amerikanischen GPS-System. In der Übersicht finden Sie wasserdichte Mobiltelefone und sogar Geräte, denen nicht mal ein längerer Tauchgang oder ein Sturz aus luftiger Höhe etwas ausmachen.

Ruggear RG700: Ein Fels in der Brandung

Geht es beim nächsten Abenteuer über Stock und Stein – oder auch unter Wasser –, so bietet das Ruggear RG700 ideale Voraussetzungen, Ihnen als treuer Begleiter beiseite zu stehen. Ob Antarktis-Expedition oder auf Kamelen durch die Wüste: Nach IP68-Norm ist das Android-Smartphone bei extremen Temperaturen von -20 Grad bis zu 60 Grad Celsius einsetzbar. Zum Vergleich: Bei Apples iPhone 5S ist bei 0 beziehungsweise 35 Grad Celsius das jeweilige Maximum erreicht. Fällt das mobile Gerät ins Wasser, hält es bei einer Wassertiefe von bis zu zwei Metern für bis zu 30 Minuten dicht. Selbst einen Sturz aus zwei Metern Höhe übersteht das Handy ohne Probleme. Zur Ausstattung gehören neben integriertem Kompass, Barometer, Höhenmesser und einer Acht-Megapixel-Kamera auch ein Dual-Core-Prozessor, der mit einem Gigahertz taktet und von einem Gigabyte Arbeitsspeicher Unterstützung bekommt. Das Ruggear RG700 ist für rund 516 Euro erhältlich (Stand August 2014).

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Fazit: Alleskönner? Fehlanzeige!

Das Handy, das unter allen Bedingungen glänzt, gibt es nicht. Trotz Gorilla-Glas bleiben Kratzer oder Sprünge bei Displays nicht aus, wenn es zu großen Beanspruchungen ausgesetzt ist. Es geht also immer darum, den besten Kompromiss zu finden. Wenn es wirklich rau zugeht, sind Sie mit einem „Knochen“ etwa von Ruggear am besten bedient. Das robuste Outdoor-Handy punktet mit solidem Design und Ausdauer, und kein Sturz und Tauchgang lassen dieses Gerät verzagen. Jedoch muss der Nutzer ein paar große Scheine hinblättern, um sich einen solchen Outdoor-Begleiter zu leisten.





Quelle:
Computer Bild, 15.08.2014 von Eun-Yong Park, Marco Engelien, Michael Huch
Weblink: http://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Handy-Outdoor-Handy-Smartphone-8767210.html