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Android Magazin: Das RG700 im Test

Das Android Magazin hat das RG700 getestet und stellt es in seinem aktuellen Heft (Sep/Okt 2014) vor. Alles in allem konnte das Gerät durch seine Widerstandsfähigkeit und gute Verarbeitung überzeugen und erhielt die überzeugende Testnote "Gut".

Android Magazin (Sep/Okt 2014):

Sie müssen nicht in einer Kohlemine arbeiten, hobbymäßig Moto-Cross fahren oder am Abend erste Reihe fußfrei beim SchlammCatchen sitzen, um die Vorzüge von Outdoor-Smartphones (vulgo: Baustellen-Handys) zu schätzen. Auch bei Radtouren im Gelände, bei Bergwanderungen, am Klettersteig und z.B. beim Rafting sind robuste Geräte gefragt. Wer beruflich auf Baustellen oder in staubigen Werkshallen zu tun hat, läuft ebenfalls Gefahr, sein teures Smartphone zu ruinieren und sollte sich nach widerstandsfähigen Alternativen umsehen.
Die großen Smartphone-Hersteller haben ihre Geräte über die letzten Jahre besser gegen Umwelteinflüsse geschützt: Sony liefert seine Smartphones und Tablets schon seit längerer Zeit mit Gummi-Abdeckungen für die empfindlichen Anschlüsse und macht sie so wasser- und staubresistent. Samsung hat sein Flaggschiff Galaxy S5 wasser- und staubdicht gemacht - auch der abnehmbare Akkufachdeckel trägt eine Gummilippe, die Feuchtigkeit und feinkörnige Partikel am Eindringen in die Elektronik hindert. Mit der Galaxy Active - Reihe liefern die Koreaner darüber hinaus widerstandsfähige Versionen ihrer Standard-Geräte.
Das ist alles schön und gut beim Facebooken in der Badewanne und wenn beim Putzen der Staubsaugerbeutel platzt - wenn es hart auf hart kommt, muss trotzdem ein Spezialgerät her. Gegen Stürze, Stöße und Schläge sind die Geräte der großen Hersteller relativ schlecht geschützt. Auch für die Verwendung in extremer Hitze und Kälte sind sie nicht gerüstet.

Massives Gehäuse

Der Name Ruggear leitet sich von Englisch „rugged“ ab - rau, robust, stabil. Nimmt man das RG700 des Herstellers zur Hand, kommt einem aber unweigerlich eines in den Sinn: massiv und schwer. Mit 245 Gramm ist das Ruggear ganz und gar kein Leichtgewicht. Sein kleinerer Bruder, das RG500 wiegt immerhin noch 206 Gramm. Auch die Dicke von 15 mm ist für Nutzer von herkömmlichen Smartphones ungewohnt. Beides - Gewicht und Maße - hat jedoch gute Gründe: Die Materialien, die verwendet werden müssen, um dem Standard MIL-810G zu entsprechen - einer technischen Norm des US-Militärs, die die Zuverlässigkeit von Ausrüstungsgegenständen bei extremen Temperaturen und Luftdrücken, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit und Ähnlichem sicherstellt. Sämtliche Öffnungen sind mit Gummi-Abdeckungen und Dichtungen geschützt, den Rahmen und die Rückseite schützt solider Kunststoff. Dementsprechend übersteht das Ruggear RG700 auch Stürze aus bis zu 2 Metern Höhe unbeschadet und überlebt bis zu 30 Minuten in 2 Meter tiefem Wasser. Auch bei extremen Umgebungstemperaturen von Minus 20 bis plus 60 Grad soll es ohne Störungen einsetzbar sein.

Innere Werte

Im Zentrum der gut geschützten Elektronik arbeitet ein Mediatek-Prozessor mit 2x 1 GHz Taktfrequenz, der Zugriff auf 1 GB RAM hat. Das ist alles andere als berauschend (wie sich auch in den Benchmarks zeigt), im Alltagstest zeigte sich das System dennoch flink genug. Das TFT-Display hat zum Schutz gegen Stöße einige Millimeter Luft hin zum kratzfesten Glas. 8 GB Speicher stehen on-board zur Verfügung, mittels Mikro-SD-Karte kann auf bis zu 32 GB aufgestockt werden (wichtig z.B. für Offline-Kartenmaterial). Neben 3G, WLAN, Bluetooth 4.0 und GPS ist auch NFC mit dabei.

Fazit

Das RG700 ist ein robuster Begleiter in allen Lebenslagen - besonders in solchen nasser, staubiger, kalter und schlammiger Natur. Noch kein Smartphone haben wir mit so geringer Sorge vom Schreibtisch geworfen und in der Blumenvase versenkt. Die Leistungswerte der Hardware und die Auflösung des Displays sind nicht mit aktuellen Top-Smartphones zu vergleichen - aber wer fährt schon einen Ferrari in den Busch?

 



Quelle:
Android Magazin Sep/Okt 2014

Hier können Sie den Test-Bericht als PDF herunterladen